Wie funktioniert das Internet?

Netzwerke, Clouds und Cloud-Computing

Netzwerke

Als Netzwerk bezeichnet man den Zusammenschluss mehrerer Rechner/Server oder Rechner-/Servergruppen zum Zweck der Datenkommunikation. Außerdem wird dadruch eine gemeinsame Nutzung von Geräten möglich, die ansonsten mehrfach angeschafft werden müssen (beispielsweise Netzwerk-Drucker).

Netzwerke gibt es in verschiedenen Größen. Das kleinste Netzwerk ist das, was Du zuhause einrichten kannst, wenn es mehrere Rechner – plus „anhängernder“ Geräte – im Haushalt gibt. Dann gibt es das (interne) Firmennetzwerk, das alle Rechner plus „Zubehör“ eines Unternehmens miteinander vernetzt. Oder es gibt das riesige Netzwerk Internet, das auch nichts anderes ist als der Zusammenschluss unzählbarer Server, Homecomputer und den dazugehörenden Geräten.

Man unterscheidet Netzwerke nach ihrer räumlichen Ausdehnung, der Struktur der Leitungsführung (Topologie) oder der Art der Übertragung (Funk oder Kabel). Natürlich sind Funk- bzw. WLAN (also kabellose) Netzwerke super praktisch. Aber es gibt doch Nachteile in der Stabilität der Übertragung. An vielen Orten kann der Datenaustausch stark behindert oder unmöglich werden. Störungen durch andere Funkquellen oder durch bauliche Komponenten (z. B. dicke Wände) beeinflussen Drahtlosnetzwerke manchmal negativ.

Des Weiteren gibt es zwei unterschiedliche „Architekturen“ von Netzwerken. Die meistgenutzte Architektur ist die, dass es einen zentralen Rechner oder Server gibt, an den alle anderen Komponenten des Netzwerkes angeschlossen werden. So können Daten auf dem zentralen Rechner gespeichert werden. Alle alle anderen Geräte können darauf zugreifen. Der Zugang zum Internet und das Versenden von E-Mails läuft über den zentralen Server. Ein solches Netzwerk nennt man Server-Client-Netzwerk. Fällt allerdings in diesem System der Server aus, so wird auch die Kommunikation der anderen Teilnehmer unmöglich.

Beim Peer-to-peer-Netzwerk (was mit Kollege-zu-Kollege-Netzwerk übersetzt werden könnte) sind alle Rechner eines Netzwerkes untereinander verbunden und sie sind also gleichrangig. Jeder beteiligte Rechner kann so auf die Daten auf jedem anderen Rechner des Netzwerkes zugreifen. Ein solches Netzwerk bietet den Vorteil, dass es weniger Störungsanfällig ist. Fällt in diesem System ein Computer aus, so sind nur die Daten dieses Computers nicht mehr erreichbar. Die Kommunikation zwischen anderen Computern stört das nicht.

Cloud und Cloud-Computing

Wenn man etwas in die sog. Cloud (wörtl. übersetzt: Wolke) lädt, dann bedeutet das, dass man Daten auf einem entfernten Server, der diese Dienste anbietet, und nicht auf einem eigenen Gerät speichert. Dies hat den Vorteil, dass man von diversen Geräten und von unzähligen Orten aus, auf diese Inhalte zugreifen kann. Noch dazu spart man Speicherplatz auf den eigenen Geräten.

Beim Cloud-Computing nutzt man meist Programme, die nicht auf dem eigenen Rechner installiert sind, sondern auf einem entfernten Rechner oder Server in einer Cloud. Lange bekannt ist eine solche Technologie über die Nutzung von Webmail-Anbietern wie z. B. WEB.de oder GMX.de. Der gesamte Vorgang der E-mail-Kommunikation läuft über den Webmail-Anbieter. Und wenn Du die Mails auf dessen Server belässt, dann kannst Du auch von diversen Geräten an allen möglichen Orten der Welt auf Deine E-mails zugreifen.

Das Betriebssystem Google-Chrome geht noch einen Schritt weiter. Wer den Chome-Browser nutzt, installiert nur minimale Software auf dem eigenen Computer und verlässt sich komplett auf die Verfügbarkeit von Internetsoftware, also in einer Cloud gespeichtere Programme. Das ist quasi das genaue Gegenteil von dem, wie bisher gearbeitet wurde.

Damit diese Cloud-Systeme vor einem Ausfall eines einzigen Gerätes geschützt sind, nutzen Cloud-Anbieter viele verschiedene Server auf denen die Daten in echtzeit abgeglichen werden. Die Daten sind also gleichzeitig an mehreren Orten verfügbar. Fällt nun ein einzelner Server aus, übernimmt ein anderer einfach seine Funktion.

In unserem nächsten Beitrag erfährst Du mehr über die Arbeitsweise von Suchmaschinen, SEO und verhaltensbasierte Werbung.